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Vermittelte Katzen Dariah, Bob und Jerry
E-Mail vom 05.10.2014




Post von Dariah, Bob und Jerry aus ihrem Zuhause


Hallo an alle im Tierheim,

nun sind wir schon fast ein ganzes bzw. ein halbes Jahr im neuen Heim, jetzt wird es aber wirklich mal Zeit, dass wir uns mal melden und berichten, wie es denn so bei uns ist.

Königin Dariah die I. vom Rhön:
Der Ankunftsabend (07.10.2013) war fürchterlich. Die ganze Aufregung über den Transport und den Besuch beim Tierarzt (untersuchen, chippen usw.) hat mich so mitgenommen, dass ich erst einmal in die nächste Ecke gekrochen und dort bis zum nächsten Morgen geblieben bin. Dann war ich aber so hungrig und natürlich auch neugierig und habe nach dem essen erst einmal einen halben Tag damit verbracht, das Haus ganz genau zu erkunden. Ich habe es für angemessen erklärt, es gibt genug Kuschel- und Rückzugsplätze sowie klasse Aufsichtsplätze mit Blick auf die Terrasse.

Mit Königin Topsi der I. vom Rhön, die mit einem Mal vor der Tür stand und reingelassen wurde, habe ich mich gleich erst mal angezickt. Bei dem großen Kater Julius war ich dann etwas vorsichtiger, der war doppelt so groß und breit wie ich. Ich habe mich dann erst einmal in die Schmollecke vom Vorabend zurückgezogen.

Am zweiten Tag kam dann die Schmuserin in mir durch, ich habe mich einfach vor dem Lars auf den Boden geworfen, jämmerlich geweint und meinen Bauch hingehalten. Der hat auch sofort verstanden, hat sich zu mir gelegt und mir tatsächlich eine volle Stunde den Bauch gekrault, irgendwann hat dann Bärbel übernommen und nach zwei Stunden war ich dann tatsächlich eingeschlafen. Ich habe dann alle Vorsicht vergessen, bin Abends zu denen auf das Sofa und ... ich habe die beiden seitdem voll im Griff, Bauch kraulen soviel ich will, notfalls auch auf dem Boden. War auch völlig o.k., dass Julius auf der anderen Seite lag und ebenfalls gekrault wird.

Das einzige, was mir echt gegen das Fell ging, war die Anwesenheit von Topsi der I. vom Rhön. Sie konnte mich nicht ausstehen und ich sie noch viel weniger. Irgendwann war es dann auch soweit und wir sind so richtig aufeinander losgegangen. Kratzen, beißen, das volle Programm. Woher der Eimer kaltes Wasser kam, wissen wir bis heute nicht aber die Wirkung war hundertprozentig, es war nur noch zweimal nötig, bis wir kapiert haben, dass grummeln o.k. ist, mehr ist nicht erlaubt. Heute sind wir soweit, dass wir sogar nebeneinander einschlafen. Julius und Bob der Baumeister (Bobby) sind bzw. waren kein Problem, beide sehr sanft, zurückhaltend und mit einer hohen Toleranzgrenze ausgestattet.

Na ja, und irgendwann durften wir dann auch raus, wow, war das aufregend. Lars und Bärbel waren die ganze Zeit mit auf der Terrasse und haben aufgepasst, bei jedem neuen erschreckenden Geräusch konnte ich sofort hinrennen und mich auf den Arm flüchten. Julius hat Bobby und mich dann unter seine Fittiche genommen und uns die besten Rennstrecken und Mäuseansammlungen gezeigt und aufgepasst, dass keine von den anderen Katzen auf uns losgeht, da war es mit seiner Sanftheit vorbei.

Leider mussten wir Julius am 31.12.2013 über die Regenbogenbrücke gehen lassen, den letzten Tag sind wir alle bei ihm gewesen und haben uns verabschiedet und ihn beschmust bis der Doc gekommen ist. Wir waren alle total traurig, ich musste mich dann auch erst einmal ein paar Tage um Lars und Bärbel kümmern, weil die total fertig waren. Ich habe das aber echt gut hinbekommen, indem ich einfach ein paar Tage nichts gefressen habe und die beiden mit ganz viel Liebe bombardiert habe.

Nun, mittlerweile bin ich – nach Aussage von Lars und Bärbel – ein echte Katze geworden. Nasse Erde und Regen sind nicht mehr igitt, ich stürze mich bei Wind und Wetter aus der Katzenklappe mitten in das Geschehen rein, verjage fremde Katzen von meinem Anwesen (na ja, jedenfalls wenn Topsi die I. vom Rhön und Bobby dabei sind) und bringe Mäuse mit nach Hause. Eine Schmuserin bin ich trotzdem geblieben, es gibt nichts besseres, als mich die halbe Nacht im Bett an die beiden anzukuscheln. Lars und Bärbel sagen immer, dass sie mich sofort wieder nehmen würden, besser geht es doch nicht.

So, jetzt muss ich los und kontrollieren, ob auf meinem Anwesen alles in Ordnung ist.

Viele liebe Grüße
Dariah die I. vom Rhön



Bob der Baumeister (Bobby) der Träumer vom Rhön:

Also im Gegensatz zu Dariah der I. vom Rhön habe ich (ebenfalls Ankunftsabend 07.10.2013) ein paar Tage länger gebraucht. Ich habe erst einmal vier Tage hinter dem Bett verbracht. Bin nur zum essen rausgekommen, bei jedem Geräusch zusammengezuckt und sofort wieder hinter das Bett geflüchtet. Aber ich bin ja nun mal eine Katze, die Neugier ist dann doch zu heftig geworden. Auch ich habe das Haus für angemessen erklärt, bin aber sofort mit Topsi der I. vom Rhön und Julius klar gekommen. Besonders mit Julius. Wir haben uns von Anfang an gern gemocht und uns immer ganz verständnislos (aus sicherer Entfernung) angesehen, wenn die Königinnen des Hauses sich angezickt haben. Im Gegensatz zu den beiden haben wir auch sofort gepeilt, dass der Eimer Wasser von Bärbel gekommen ist.

Nach einer Woche habe ich dann, als ich gerade mal nicht vor mich hin geträumt habe, gemerkt, dass die anderen auf dem Sofa liegen und sich den Bauch kraulen lassen. Was soll ich sagen? Ich bin sofort zu Lars auf das Sofa und habe ihm meinen Bauch hingehalten. Phänomenal, ich konnte mit dem Schnurren, räkeln und schmatzen gar nicht mehr aufhören. Lars musste so lachen, dass ich erst einmal beleidigt war. Aber ich bin trotzdem wiedergekommen, es gefällt mir einfach zu gut, regelmäßig schlafe ich dann irgendwann dabei ein, vorher kuschel ich mich aber ganz fest an, damit die nicht weggehen und sofort weitermachen, wenn ich wieder wach werde. Das kann ich stundenlang.

Lars und Bärbel sind der Meinung, dass ich offenbar vorher noch nie ein eigenes Heim hatte. Ich hatte am Anfang vor allen Dingen im Haus Angst. Egal, ob es der Türstopper, das Telefon, die Spülmaschine oder sonst etwas war, es hat fast drei Monate gedauert, bis ich ohne mich vor den Sachen zu erschrecken, durch das Haus gehen konnte. Und nein, ich versuche jetzt auch nicht mehr, die Kabel durchzubeißen, das entsetzte Geschrei der beiden hat mich so erschreckt, dass ich das nie wieder versucht habe.

Das mit Julius hat Dariah die I. ja schon erzählt, das war echt mies. Ich habe noch mehr gelitten, weil Julius doch von Anfang an ein echter Kumpel war und uns mit offenen Pfoten aufgenommen und mir alles gezeigt hat. Ich hätte wirklich gerne noch mehr Zeit mit ihm verbracht. Aber ich habe mich dann auch in das Schmusegetümmel gestürzt, das kann ich nämlich richtig gut.

Das wir dann irgendwann raus durften, war für mich nicht so schlimm, das kannte ich ja schon. Ich bin aber netter zu den Mäusen, ich nehme sie immer mit in mein Körbchen und beschmuse und putze die. Ich bin eben so, ich streite mich auch nicht mit den anderen Katzen aus der Nachbarschaft, wenn die mich anknurren und gemein sind, setze ich mich einfach und fange an, in den Himmel zu gucken. Lars und Bärbel sagen dann immer, der kleine Buddha träumt sich in den Himmel. Wirkt aber, die anderen Katzen gehen dann einfach irgendwann weg.

Und um das mal klarzustellen; Auch bei mir sagen Lars und Bärbel immer, dass sie mich sofort wieder nehmen würden.

So, jetzt muss ich los und kontrollieren, ob die Königinnen draußen o.k. sind, ich kann die beiden nämlich wirklich gut leiden aber nicht verraten, sonst tragen die beiden ihre Nasen noch höher.

Viele liebe Grüße
Bobby



Jerry – der Oldie vom Rhön:

Nun, im Gegensatz zu beiden anderen bin ich am gleichen Abend (17.04.2014) schon aufgetaut. Mit meinen 15 Jahren kann ich mir keine Verzögerungen mehr erlauben, nachdem ich innerhalb von einer Stunde das Haus inspiziert hatte, bin ich erst einmal über sämtliche Futternäpfe hergefallen, habe vorsichtshalber alles aufgegessen und mich dann zufrieden mitten in den Flur im 1. Stock gelegt und erst einmal ganz gelassen alles beobachtet. Bobby ist gleich total lieb zu mir hingekommen, hat sich zu mir gelegt und ist eingeschlafen. Die Königinnen waren erst mal in heller Aufregung, haben sich dann aber relativ schnell beruhigt, mit meinen 15 Jahren habe ich die Gelassenheit, die beiden einfach zu ignorieren. Gelassenheit ist laut Lars und Bärbel sowieso mein zweiter Vorname, mich kann gar nichts mehr aus der Ruhe bringen (na gut, wenn Bärbel die Kammbürste rausholt, gehe ich dann doch lieber weit weg, das kann ich nämlich überhaupt nicht leiden).

Das das Sofa der allgemeine abendliche Sammelpunkt für alle ist, habe ich innerhalb von ein paar Tage verstanden, ist auch groß genug, dass ich da auch noch mit drauf konnte. Ich lasse mir allerdings lieber den Kopf zwischen den Ohren und unter dem Kinn kraulen, meinen Bauch fasst keiner an.

Ich habe Wochen und Unmengen von Futter gebraucht, bis ich verstanden habe, dass es genug für alle gibt. Da ich mich oft ›überfressen‹ habe, habe ich entsprechend oft erbrochen. Lars und Bärbel haben mich dann ein paar Wochen getrennt von den anderen gefüttert und immer nur kleine Portionen, So nett die anderen sind, das ich sie beim essen immer alle über den Haufen gerannt habe und von Schüssel zu Schüssel gependelt sind, fanden die gar nicht gut.

Gesundheitlich bin ich derzeit gut drauf, meine Schilddrüsenwerte passen, meine Niereninsuffizienz haben wir dank Spezialfutter auch im Griff, die Werte sind nicht toll aber auch nicht besorgniserregend. Die Aussage meiner Vorbesitzerin, dass ich ›unrein‹ bin, können Lars und Bärbel bis jetzt nicht bestätigen, ich erledige alles brav im Katzenklo, lieber sogar draußen überhaupt draußen: Das mach so viel Spaß, ich liege wahninnig gerne auf der Gartenbank, die die Nachbarn wegen mir jetzt in die Rentnerbank umgetauft haben. Lars und Bärbel haben mir da ein extra Polster draufgelegt und ich liege stundenlang in der Sonne und beobachte, was das so vor sich geht.

Wenn die beiden im Garten arbeiten, laufe ich gerne dazwischen rum und grabe überall Löcher in die Erde. Ich finde das gut von mir, die beiden sind dann nämlich schneller fertig und setzen sich an den Gartentisch. Dann kommt meine große Stunde. Schnell auf den Schoß, sich beschmusen lassen, schnell über den Tisch gehüpft, auf den anderen Schoß und sich dort weiter beschmusen lassen.

Wenn ich genug habe, mache ich einen kleinen Ausflug und kontrolliere, ob der Garten ordentlich gemacht ist, grabe noch ein paar Löcher und lege mich dann zum schlafen auf den Tisch. Ich schlafe doch etwas mehr als die anderen aber ich finde, dass ich das in meinem Alter auch darf. Apropos Alter: Jeder der hört, dass ich über 15 Jahre bin, glaubt das nicht. Ich bin echt fit, sehr neugierig und nehme gerne am Geschehen teil. Wenn die beiden Besuch haben, finde ich das toll. Alles Besucher, die lieb zu mir sind, Katzen mögen und sich wirklich freuen, wenn die mich beschmissen dürfen. Als ausgekochtes Schlitzohr habe ich schnell rausgehabt, dass ich große Kulleraugen machen und gurren muss, dann können die mir alle einfach nicht widerstehen. Tja, das Alter kann auch durchaus seine Vorteile haben, besonders wenn ein Charmeur wie ich damit umgehen kann.

Und mich würden Lars und Bärbel auch sofort wieder nehmen.

So, jetzt muss ich ein Nickerchen machen.

Viele liebe Grüße
Jerry



P. S. Wir alle drei und natürlich auch Topsi wünschen allen anderen Katzen, Hunden und den Kleintieren im Tierheim, dass ihr möglichst schnell in liebe Hände vermittelt werdet. Wir haben es gut getroffen und hoffen für euch alle, dass es bei euch auch bald soweit ist. Kleiner Tip für Katzen: Dosenöffner kann man mit großen Kulleraugen, einem möglichst jämmerlich Miau und Schmusigkeit fast immer dazu bringen, dass sie fast alles für einen machen. Gebt die Hoffnung also nicht auf.




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